Onderduiken in de Tweede Wereldoorlog: Het verhaal van Jack Aldewereld

Jack Aldewereld vertelde aan Duitse studenten over zijn onderduik tijdens de Tweede Wereldoorlog. Als baby werd hij naar Brunssum gebracht, waar hij dankzij moedige inwoners de oorlog overleefde.
Zijn persoonlijke verhaal laat zien hoe Brunssum een veilige plek werd voor honderden Joodse kinderen. Een geschiedenis om nooit te vergeten.
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Die Geschichte von Jack Aldewereld
Im Rathaus von Brunssum erzählt er seine Geschichte. Deutsche Studenten hören aufmerksam zu. Vor ihnen steht ein Mann mit einer Geschichte, die nicht nur Geschichte, sondern auch eine persönliche Erinnerung ist.
Sein Name: Jack Aldewereld.
Er beginnt nicht mit sich selbst, sondern mit einer Stadt: Brunssum.
„Dies ist eine Geschichte von Mut“, sagt er. „Aber vor allem von ganz normalen Menschen, die etwas Außergewöhnliches geleistet haben.“
Geboren in Kriegszeiten
Jack wurde im März 1943 in Amsterdam geboren, mitten im Zweiten Weltkrieg. Sein Leben begann in Ungewissheit. Seine Eltern und seine beiden Brüder wurden verhaftet und später in Vernichtungslagern ermordet. Er selbst war noch ein Baby, als sich sein Leben schlagartig änderte.
Im Alter von sechs Monaten wurde er heimlich nach Brunssum geschmuggelt. Eine lebensgefährliche Reise, organisiert von Mitgliedern des Widerstands. Er kam zu einer Pflegefamilie, die ihn wie ihr eigenes Kind aufnahm.
„Sie haben ihr Leben für mich riskiert“, sagt Jack. „Und das haben sie nicht nur für mich getan.“
Brunssum als Zufluchtsort
Während des Krieges entwickelte sich Brunssum zu einem besonderen Ort. Hunderte jüdische Kinder wurden aus Amsterdam nach Südlimburg gebracht, um der Deportation zu entgehen.
In Brunssum fanden sie Unterschlupf bei Familien, oft direkt vor den Augen der deutschen Besatzer. Niemand wurde verraten. Keines dieser Kinder wurde verhaftet.
Jack erklärt:
„Mehr als 200 jüdische Kinder haben hier den Krieg überlebt. Das ist einzigartig in Europa.“ Er erzählt von geheimen Verstecken:
Keller hinter verborgenen Falltüren, Häuser, in denen sich mehrere Versteckte gleichzeitig aufhielten, sogar Orte direkt neben deutschen Kontrollpunkten.
In einem Keller waren vier Menschen zwei Jahre lang unentdeckt.
Das „Elastische Haus“ und andere Geschichten
Auf seinen Führungen bringt Jack Besucher darunter auch Schüler zu Orten, an denen sich diese Geschichte abspielte. Er spricht über das sogenannte „Elastische Haus“, in dem große Familien lebten und gleichzeitig Untergetauchte Zuflucht fanden. Von dort wurden die Kinder an sichere Adressen verteilt.
Er erzählt auch von den Einwohnern Brunsums, die unter Einsatz ihres eigenen Lebens Untergetauchte transportierten, versteckten und beschützten.
„Sie waren keine Helden wie im Film“, sagt er.
„Sie waren ganz normale Menschen, die beschlossen: Wir helfen.“
Ein Leben mit zwei Identitäten
Nach dem Krieg lebte Jack weiterhin in Brunsum. Er wuchs dort auf, heiratete und baute sich dort ein Leben auf.
Doch seine Vergangenheit ließ ihn nicht los. Erst später erfuhr er seine ganze Herkunft und das Schicksal seiner Familie.
Man wächst mit einer unvollständigen Geschichte auf“, sagt er.
„Und dann entdeckt man nach und nach, wer man wirklich ist.“
Die Geschichte weitergeben
Heute sieht Jack es als seine Mission, diese Geschichte weiterzuerzählen. An junge Menschen, an Schulen und damit auch an internationale Studierende.
Zu den deutschen Studierenden sagt er:
„Es geht nicht nur darum, was damals geschah. Es geht darum, was ihr tun würdet.“
Seine Botschaft ist klar:
Entscheidet euch für Menschlichkeit.
Helft einander.
Schaut nicht weg.
Für ihn ist die Geschichte von Brunssum nicht die Vergangenheit, sondern eine Lehre für die Zukunft.
Eine Geschichte der Hoffnung
Jack Aldewerelds Geschichte ist letztendlich nicht nur eine Geschichte des Verlustes, sondern auch der Hoffnung.
Eine kleine Bergbaustadt, die Hunderte von Leben rettete.
Menschen, die sich trotz der Gefahr für das Gute entschieden.
Und ein Mann, der seine eigene Geschichte nutzt, um andere zu inspirieren.
„Solange wir diese Geschichte immer wieder erzählen“, schließt Jack,
„wird dieser Mut fortbestehen.“
https://youtu.be/YjpWJOfOfoM

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